Digitale Konstruktionslehre
Die Vermittlung von Konstruktion und Tektonik geschieht im Architekturstudium traditionellerweise über Bücher, etwa dem Standardwerk Architektur Konstruieren. Vom Rohmaterial zum Bauwerk von Andrea Deplazes (2004). Parallel dazu kommen immer mehr digitale Instrumente zum Einsatz, die ohne Beteiligung von Architekt:innen Parameter – nicht nur der Statik, sondern auch der Ökobilanz – so kombinieren, dass effiziente Lösungen generiert werden, aus denen scheinbar nur ausgesucht werden muss. Diese haben nicht nur den Nachteil, dass sie den Architekt:innen den Entwurfsprozess aus der Hand nehmen, sondern auch, dass sie rein quantitativ und in einem abstrakten Massstab operieren.
Mit der digitalen Konstruktionslehre wollen wir einen mittleren Weg beschreiten und sowohl die Kontrolle über die Parameter zurückgewinnen als auch die statische Konstruktionslehre «in Bewegung bringen». Zu diesem Zweck haben wir ein digitales Tool entwickelt, bei dem man wie in einem Sandkasten beliebige Materialien und Konstruktionsformen kombinieren und die entsprechenden Kennziffern gleich ablesen kann. Die gewählte Variante wird dann ausführlich über Referenzprojekte dargestellt. Die digitale Konstruktionslehre dient damit vor allem Architekturstudierenden, die diesen Schwerpunkt vertiefen wollen und dabei die Möglichkeiten eines digitalen Tools voll ausschöpfen möchten.
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